fbpx

Nachtfotografie

Published by David Ludley on

DSC_2776
David Ludley

David Ludley

Nachtfotografie

“Wer Astrofotos machen möchte, sollte sich dafür einen möglichst dunklen Ort suchen, an dem es wenig künstliche Beleuchtung von Straßen oder Gebäuden gibt.“

Als Kinder haben wir oft die Sommerferien bei unserer Uroma im Garten verbracht. Ich habe es geliebt bis spät in den Abendstunden im Garten zu spielen oder im angrenzenden Wald herumzustöbern. Wenn wir Kinder dann in unserer selbstgebauten kleinen Bude schlafen durften, waren wir lange wach und haben stundenlang in den Himmel geschaut. Funkelnde Sterne, unendliche Weiten und unsere Fantasie die zugleich grenzenlos schien. Wir stellten uns vor, mit unserer kleinen Bude durch den Weltraum zu fliegen und andere Planeten zu erkunden. Irgendwie schien alles so einfach. Bis zu dem Augenblick, als wir dann mit den Worten: „Ruhe jetzt, Zeit zum schlafen!“, aus unseren Träumen gerissen wurden – das waren die Worte unserer liebe Uroma.  Heute möchte ich euch mal ein paar Tipps zur Nachtfotografie geben. 

Was brauchst du dazu? 

Eine Kamera (DSLR, DSLM, die Marke spielt keine Rolle) mit manuellem Modus, ein Objektiv mit einem weiten Winkel- am besten zwischen 16mm – 24mm und einer Blende  f1.8 – f4.0. Ein stabiles Stativ und optional einen Fernauslöser um eventuelle Verwacklungen zu vermeiden. Achja, ganz wichtig ist eine Taschenlampe oder besser eine Stirnlampe. Eventuell auch Mückenspray, festes Schuhwerk (kommt auf den Ort an) und etwas zum trinken nicht vergessen. ( ;

Welcher Ort ist geeignet für die Astrofotografie? 

Darüber solltest du dir im Vorfeld im Klaren sein, denn sonst wird es schnell zu einer langen Nacht auf der Suche nach den Sternen. Hierfür gibt es unzählige Apps, die dir zeigen wann Neumond ist und wo die Milchstraße gut zu sehen ist. Kleiner Tipp: Suche dir auf Google Maps/ Earth eine Gegend aus welche nicht so dicht besiedelt ist. Denn die Lichter der umliegenden Städte und Dörfer können deine Astrofotos erheblich beeinträchtigen. Getreu dem Motto: Je dunkler, desto besser.

Jetzt wird es spannend:

Die Fotoaufnahme im RAW Format eignet sich hier besonders, da du dann in der Nachbearbeitung mehr Spielraum hast. Die Blende des Objektivs ist soweit offen wie möglich z.B. f.2.8. Nun stellst du den ISO Wert der Kamera auf 3200 – 6400. Hier musst du einfach schauen was am Ende besser aussieht. Beachte: Je höher der ISO Wert, desto mehr störendes Bildrauschen hast du später in deinen Bildern. Wichtig: Den Bildstabilisator des Objektives oder der Kamera solltest du auf dem Stativ ausschalten. Ein kleiner Schalter am Objektiv erlaubt das Umschalten zwischen den beiden Modi Autofokus „AF“ und manueller Fokus „ MF“. Bei manchen Kameramodellen, muss der Autofokus lediglich deaktiviert werden um in den manuellen Fokus zu gelangen. Nun stellst du deine Kamera auf manuelles fokussieren und stellst auf die Sterne scharf. Wenn du in deiner Kamera eine Lupenfunktion hast, nutze diese um die Sterne so nah wie möglich ranzuholen und darauf scharf zu stellen. Sollte das nicht möglich sein, gibt es auch die Möglichkeit den Fokus auf „unendlich“ zu stellen. Das ist bei den meisten Objektiven die „liegende 8“ siehe Bild! Die Belichtungszeit stellst du nun zwischen 10-15 Sekunden ein. Auch hier musst du testen, welche Zeit und ISO Wert am besten passen.  Und nun: „Feuer frei!“. Du kannst den Auslöser der Kamera betätigen!

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Astrofotografie und würde mich freuen, dass eine oder andere Bild von dir zu sehen. 

Beste Grüße David

Planit Live App

Alles was das Fotografen Herz begehrt! Insbesondere für Astrofotografie zur Planung fast unentbehrlich – weltweit kann man ermitteln wo sich Sonne, Mond, spezielle Sterne (z. B. die Andromeda Galaxy) zu welchem Zeitpunkt befinden und wie (simuliert) das Bild aussehen könnte!

Share this post

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on print
Share on email

Du hast Fragen zum Thema? Bitte, schieß los! Ich freue mich auf deine Nachricht!

Categories: Blog