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29.02.20 Brockenwanderung

Published by David Ludley on

Brockenwanderung 29.02.2020

By David Ludley

Heute ist ein besonderer Tag, den es nur alle vier Jahre gibt. Mache ihn  auch für dich zu etwas besonderem, unternimm etwas Schönes, widme dich deinen Liebsten und genieße diesen zusätzlichen Tag.“ So stand es in unserem Kalender.

Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Gesagt, getan! ( ;

Am Freitag Abend den 28.02.20 sind wir dann gegen 18:30 gestartet, gestartet in Richtung Schierke im sagenhaften Harz. Nach ca. zwei Stunden leuchtete das Ortseingangsschild von Schierke hell auf. Und 10 min später standen wir dann auch schon vor unserem Hotel. “Brockenstübchen“, klingt gemütlich oder? War es auch, sehr gemütlich. Wir hatten ein kleines, schnuckeliges Zimmer.

Eingecheckt und ab ins Bett! 

Am nächsten Morgen waren wir die zweiten (ja, die zweiten) beim Frühstück, das im  übrigen sehr, sehr lecker war. Gut gegessen packten wir unsere Rucksäcke voll mit Kameragedöns und was sonst noch wichtig ist. Die Schuhe geschnürt, ging es los – ab auf den Brocken.  Nach ein paar hundert Metern stellten wir dann fest, dass wir verkehrt abgebogen sind und auf dem falschen Weg waren. Also, nix wie zurück. Mit der Zeit bemerkten wir auch, dass wir mal wieder zu viel Equipment in den Rucksäcken hatten. Kameras, Objektive, Akkus usw. und eine riesengroße Thermoskanne Tee. Naja gut, mit einem Volumen von 1 Liter.

Nach einem knappen Kilometer sahen wir zum ersten Mal die kahle Waldfläche auf dem Weg zum Brocken. Die Fläche nennt man den so genannten „Borkenkäfer- Sicherungsstreifen“. Dieser schlängelt sich entlang der Nationalparkgrenze.  Die vom Borkenkäfer besiedelten Fichten wurden im Jahr 2016 gefällt und abtransportiert, somit konnte sich der Borkenkäfer in diesem Bereich nicht weiter vermehren. Diese sogenannte „Umleitung’’ der natürlichen Waldentwicklung war zum Schutz angrenzender Wälder notwendig. Als Starthilfe für einen neuen – wilden Wald wurden auf der entstandenen Freifläche mehr als 5000 Laubbäume und zahlreiche Straucharten gepflanzt, die hier von Natur aus heimisch sind und so entsteht ein neuer – uriger Wald.

Doch nun geht es weiter.

Als wir die Straße verließen, um einen kleinen schmalen Pfad entlang zu gehen, ahnten wir noch nicht was uns auf diesem Weg noch erwarten würde. Allmählich wurde es windiger, fast schon stürmisch, zwischendurch immer mal ein leichter Regenguss. Der Weg den wir wählten nennt sich Teufelsstieg. Später wussten wir auch warum der Weg diesen Namen trägt. 

Es wurde immer steiniger, der Boden glatt und rutschig. Wir waren froh darüber, unsere treuen Begleiter dabei gehabt zu haben, unsere Wanderstöcke. Diese waren eine echte Hilfe auf dem steinigen Weg. Etwa 3 km nach unserem Start kamen wir an einer Lichtung an und belohnten uns mit einer Pause. Die Sonne schien hell und brachte den Schnee zum funkeln. Ein einzigartiger Moment den wir in vollen Zügen genießen konnten.  Eine Tasse Tee und  etwas gegessen, ging es dann weiter. Nun verließ uns die Sonne so langsam, es wurde grau und stürmisch. Der Weg wurde immer steiler. Teilweise mussten wir sogar schon eine Kletterposition einnehmen.  ( ;

Einen dunklen schmalen Pfad von schneebedeckten Tannen entlang, kam uns ein Pärchen entgegen. Mit einem nach Luft schnaufenden: “Hallo, wisst ihr wie weit es noch nach Schierke ist?” begrüßen uns die beiden. „Etwa 2,5-3 km“ antworteten wir. An ihren Gesichtszügen konnten wir erkennen, dass sie das nicht so toll fanden. Daraufhin meinte der Mann: “Es ist noch ein anstrengender Weg nach oben in Richtung Brocken, es wird schwieriger mit zunehmender Höhe!” Wir bedankten uns für die Infos und machten uns wieder auf den Weg. Etwa 20 Minuten später wurden wir dann mit der vorbeifahrenden Brockenbahn belohnt. Was für ein Anblick, wenn sich die Bahn dampfend und hupend durch die Tannen schlängelt, einfach bezaubernd. Wir beeilten uns die Kameras bereitzustellen, aber wir waren etwas zu langsam, der Zug war einfach schneller. Wir waren uns einig darauf zu warten, dass die Bahn ein zweites Mal vorbeikommen würde. Einige Zeit später war es dann soweit, die Brockenbahn kam wieder zurück – bergauf in Richtung Brocken.  Doch dieses Mal waren wir schneller und darauf vorbereitet. Die Kameras fest in Position warteten wir gespannt auf den richtigen Augenblick, indem wir den Auslöser betätigen konnten. Und „zack“ da war er, der perfekte Moment. Wir bestaunten noch unsere Bilder und machten uns wieder auf den Weg.

„Dann war es endlich soweit…“

Wir verließen den Teufelsstieg und kamen auf eine asphaltierte Straße. Nun wussten wir, es ist nicht mehr weit. Und dann war es endlich soweit, nach ca. 7 km bergauf  haben wir es geschafft und sind angekommen auf dem höchsten Berg Norddeutschlands, dem Brocken, 1141m über dem Meeresspiegel. „Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine“ von Heinrich Heine. Und ja, er sollte damit recht behalten. Es war so grau, dass wir keine Aussicht genießen konnten. Doch das war in diesem Augenblick nicht so wichtig. Wir waren einfach nur froh, das wir gesund und munter angekommen sind.

Es war ein toller Tag. Von uns eine klare Empfehlung an jeden der mal Lust auf  eine Harztour hat. Eine Brockenwanderung von Schierke aus über den Teufelsstieg zum Brocken – 👍Klasse.

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Categories: Blog

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